Der Hufmechanismus

Um zu verstehen, wie der Huf funktioniert, welche Funktionen er hat und wie er dementsprechend bearbeitet werden muss, ist es erstmal wichtig den grundlegenden Hufmeachnismus zu verstehen. Mit einfachen Worten erklärt ist es so, dass bei jedem Auffußen des Hufes der Huf auseinandergedrückt wird. Das bedeutet der Druck der von der Gliedmaße kommt, drückt die Trachten des Hufes auseinander, die Sohle des Hufes wird nach unten durchgedrückt und die Hornwand der Zehe zieht sich nach innen zusammen. Beim Abfußen des Hufes zieht sich der Huf entsprechend wieder in seine ursprüngliche Form zusammen. Nun heißt es das Pferd habe fünf Herzen. Eines in der Brust und jeweils eins in jedem Huf. Tatsächlich ist es so, dass das Organ, das als einzigstes im ganzen Pferdekörper mit zwei Arterien versorgt wird, im Huf sitzt. Im Zusammenhang mit dem oben beschriebenen Mechanismus verhält es sich nun so, dass der Huf sich bei jedem Auffußen mit Blut füllt und das Blut bei jedem Abfußen wieder in die Gliedmaße zurück drückt. Mit anderen Worten ist ein gut funktionierender Hufmechanismus für eine gute allgemeine Durchblutung unabdingbar. Doch der Huf als solcher hat mit seinem Hufmechanismus nicht nur auf die Durchblutung einen direkten Einfluss sondern ebenso auf die Lymphdrainage. Auch eine gut funktionierende Lymphdrainage ist von einem gut funktionierenden Hufmechanismus abhängig. Stoffe, die er Körper los werden will, werden durch den Lymphkreislauf im Hufhorn abgelagert und so über das Wachstum vom Körper „ausgeschieden“.
Die Hufbearbeitung im Sinne des Hufmechanismus
Mit dem Wissen über den Hufmechanismus erklären wir hier jetzt ein paar wichtige Eckpunkte, die bei der Hufbearbeitung im Bezug auf die Hufmechanik beachtet werden müssen.